Kiezwege Berlin
installation
painted wood, all thread rods, bolts
7 times 300 x 75 x 75
June 12 - 28 2010
Solo exhibition
Super Reactive Subjects #3
SenatsReservenSpeicher, Berlin/Germany

For Kiezwege Berlin I have been observing the traffic on the four streets around seven different blocks spread throughout the city of Berlin.
Each block has been observed for 80 seconds, noting down all the traffic that passes along the four streets in chronological order.
Each type of traffic is assigned a disttinctive colour.
The installation consists out of seven towers, positioned in the space as if on an imaginary plan of the city.
The four sides of the tower refer to the four streets of the block. The coloured wooden beams to the types of transport that passed the streets, in chronological order, starting at the bottom, filling the tower up to the ceiling. The less traffic on the block during the 80 seconds, the more space between the beams.

Willem Besselink (30), ist ein junger, holländischer Konzeptkünstler, der sich multimedial mit der Visualisierung von sozialen Prozessen auseinandersetzt. Im Juni wird er im Senatsreservenspeicher beim Kunstverein Artitude eine Einzelausstellung mit dem Fokus auf Berlin realisieren.
Dem Künstler dienen Zusammenhänge von Zeit und Aktion im Stadtraum als Grundlage seiner Kunst: nach Observation und Analyse der Daten erarbeit er adäquate Konzepte der Formgebung. So wird Statistik zu Material, Bewegung zu Form: mag aus der Verfolgung von Passanten Skulptur entstehen oder aus der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrssystems Malerei.
Für die dritte Ausgabe von „super reactive subjects“ wird Willem Besselink „Kiezwege Berlin“ realisieren. Die raumgreifende Installation visualisiert die Fortbewegung um ausgewählte Häuserblocks Berlins zu bestimmten Zeitpunkten.
Zurzeit lebt und arbeitet Willem Besselink in Rotterdam. Er wird vertreten durch die Mkgalerie Rotterdam / Berlin – unter anderem auf der diesjährigen Art Amsterdam – und nahm an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil.
super reactive subjects heißt die neue Ausstellungsreihe im einstigen Senatsreservenspeicher. Sie vereint Akteure und Themen, die – ähnlich freien Radikalen – kompromisslos mit ihrem Umfeld reagieren. Ohne Berührungsängste reflektieren sie kunsthistorisches Erbe und städtischen Raum, fordern Kunstbetrieb und Subkultur heraus – subtil oder unmissverständlich, legal oder weniger offiziell. Die ebenso konzeptstarken wie persönlichen Arbeiten bewegen sich jenseits gewohnter Formate und Gegenständlichkeit, fernab vermeintlich subversiver öffentlicher Design-Portfolios.
Alle Künstler der Reihe Super Reactive Subjects teilen die erhöhte Aufmerksamkeit im Stadtraum und das Gespür für ihr gesellschaftliches Umfeld, ganz gleich ob ihr Werdegang auf der Kunstakademie oder mit der Ausbildung im Stadtraum begann. Bis Ende des Jahres werden monatlich Einzelausstellungen mit zeitgenössischen Positionen gezeigt, u.a. mit Künstlern wie Blu (IT), Javier Hinojosa (MEX), Nasan Tur (D), Nug (SE), Willem Besselink (NL).
Kuratiert wird die Reihe von Lutz Henke und Stephan Köhler.
